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Flakons – Siebdruck auf Glas

Körperdruck

Organische verdrängen anorganische Siebdruckfarben

Flakons - Körperdruck auf Glas

Anorganische Siebdruckfarben, auch als keramische Farben bekannt, bestimmten seit Jahrzehnten den Markt industriell bedruckter Glasartikel wie Flakons. Ihre unangefochtene Haltbarkeit ist auch heute noch der Hauptgrund dafür, warum man - vor allem bei medizinischen Produkten – auf sie nicht verzichten will.

Doch es gibt eine ganze Reihe von Glasprodukten, wie zum Beispiel Flakons, wo man auf sie verzichten kann, ja sogar will. Denn keramische Siebdruckfarben haben auch Nachteile: Sie müssen i.d.R. bei ca. 600°C eingebrannt werden. Und dies ergibt nun mal hohe Energiekosten, mit eindeutig steigender Tendenz. Denn wer glaubt daran, dass Energie in Zukunft billiger zu haben sein wird?

Darüber hinaus waren – und sind auch oft heute noch – keramische Farben schwermetallhaltig. Nur zögernd werden hier schwermetallfreie Pigmente eingesetzt. Vor allem auch deswegen, weil diese anwender- und umweltfreundlicheren Alternativen wenig mit der Leuchtkraft und Brillanz zu tun haben, welche die heutige Kundschaft fordert. Und noch ein Nachteil hat die Siebdrucker oft vor große Probleme gestellt: Keramische Farben erhalten ihren endgültigen Farbton erst nach dem Brennprozess. Hier klar definierte  Kundenwünsche einzuhalten, erfordert ein Höchstmaß an Genauigkeit, Einhaltung und Kontrolle aller Parameter.

Zunehmend haben große Glasdruckereien erkannt, dass hier organische Siebdruckfarben – ob nun lösemittel- oder UV-basierend – eine echte Alternative darstellen; sowohl technisch als auch finanziell, hinsichtlich Energieaufwand beim Trocknungsprozess. Denn Temperaturen von 140°, 150° oder auch bei Spezialserien mal 230°C sind deutlich günstiger als Einbrennöfen, die rund um die Uhr mit 600°C laufen müssen. Dazu kommt die oben erwähnte Leuchtkraft und Brillanz organischer Siebdruckfarben. Sie können vom Siebdrucker in allen üblichen Farb-Systemen, wie Pantone, RAL, HKS, NCS u.a. aus Basistönen gemischt und gedruckt werden, ohne sich zu verändern. Gerade die Kosmetikindustrie mit ihrem ständigen Bedarf in Millionenstückzahlen profitiert hier davon und glänzt mit Druckmotiven, die überzeugen.

Eine echte Win-Win-Situation: Die Grafiker der Kosmetikindustrie bekommen die Motive, die vorher schwer oder nicht darstellbar waren. Die Siebdrucker sparen Energie und zeitaufwendige Brennversuche, um ihren Zielfarbton zu erreichen. Sie selbst und wir alle nutzen Glasprodukte ohne schwermetallhaltige Pigmente. Und auch die Umwelt wird entlastet. Denn Glas ist und bleibt die beste Verpackung. Copyright © 2015 by Werner Karl, Fa. Schlee

Anwendungsbeispiel:

Werkstoff: Glas

Aufgabe: Veredelung bzw. Gestaltung von Glas

Warum Siebdruck: Hohe Deckkraft

Druckform: Lösemittelfeste Emulsion

Druckmedien: UV-härtende Siebdruckfarbe

Nachbehandlung: UV-Härtung

 

 

 

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