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Kopf des Monats

Alfried Held, Lockamp – Ein Siebdruck-Urgestein geht von Bord

VOM SIEBDRUCK-VIRUS INFIZIERT

 

Nach 46 Jahren im Dienst am Kunden – vom  Außendienstler bis zum Geschäftsführer „muss es gut sein. Da gibt es ja auch noch ein Leben nach dem Siebdruck. Anstatt mit dem Firmensprinter Siebdruck-Schablonen zum Kunden zu fahren, wofür er sich manches Mal auch als Chef der Crew nicht zu schade war, steigt er jetzt um in sein Wohnmobil, um Europa intensiver kennen zu lernen.

So richtig angefangen hat es mit dem Siebdruck-Virus 1998, als der Einzelhandelskaufmann Alfried Held nach dem Tod seines Vaters zusammen mit seinem Bruder die Leitung des Fachhandels übernahm. Hat er am Anfang im Außendienst noch die letzten Schellack-Schablonen für den Plakatdruck an Kaufhäuser und Schildermaler verkauft, kamen jetzt schon die Industriekunden mit CD- und Scheckkartendruck in den Focus. Mit der Ausrichtung als Dienstleistungsunternehmen, mit der Diversifikation in Werbetechnik und Digitaldruck und durch Zukauf der Firma Reinsch 2003 begann eine rasante Entwicklung. Nicht nur das Vertriebsgebiet hatte sich auf einen Schlag verdoppelt, sondern auch die Räumlichkeiten platzten aus allen Nähten. Spanndienst und Digitaldruck mussten ausgelagert werden. So entstanden neue Standorten in der Essener Max-Straße und Max-Keith-Straße.

Verantwortung mit Augenmass

Mit seiner Fachkompetenz ist Alfried Held nicht nur für Kunden ein gefragter Berater gewesen. Mehr noch: Auch Kollegen und Lieferanten schätzen ihn nach wie vor als Ratgeber mit Sachverstand und Augenmaß. So sitzt er zum Beispiel als einer von vier Vertriebspartner-Delegierten im Arbeitskreis der Marketinggemeinschaft „Siebdruck-Partner“. Zusammen mit den Herstellern und Lieferanten KIWO, Marabu, Ulano und Sefarentwickelt er hier Ideen für das Siebdruck-Partner-Marketing.

Das soll auch noch eine Weile so bleiben. Sowohl bei Lockamp als auch bei den Siebdruck-Partnern ist für ihn noch nicht Feierabend. Zeitweise wird noch hier und da seine Siebdruck-Erfahrung einbringen

Ein Blick in die Zukunft

In der Diskussion um die Zukunft des Siebdrucks hat der „alte Hase“ natürlich eine klare Meinung: „Ich finde, dass sich der Siebdruck auch im Wandel der Zeit tapfer geschlagen hat, und ich kann auch heute noch einem Jugendlichen diese Branche zur Ausbildung empfehlen. Es tuen sich immer andere Märkte und Nischenmärkte für den Siebdruck auf - da bin ich mir ganz sicher.“