André Amhäuser
Kopf des Monats André Amhäuser

Kopf des Monats

Mit Vollgas durch die Siebdrucker-Karriere

Wie kommt man als Quereinsteiger zum Siebdruck? Man informiert sich auf Fachmessen, tauscht sich mit Kollegen und Lieferanten aus, und dann kommt manchmal die  Gelegenheit. Und die hat André Amhäuser beim Schopf gepackt. Dem gelernten Industriekaufmann war „Papierstapel bearbeiten“ zu trocken. Er wollte mit seinen Händen gestalten und mehr Kontakt mit Menschen haben. Die Chance: Im Siebdruck-Partner Vertriebsnetz waren innerhalb einer Gebiets-Neuordnung zwei Gebiete in Nordhessen und Ostwestfalen zu besetzen. Für den Marburger also ein Heimspiel. Über einen Kontakt aus der Branche erfolgte die Anfrage an ihn, die er sofort war nahm.
Aber der Reihe nach …

Stillstand ist Rückschritt …

 … so André Amhäuser. Am Stuhl kleben ist nicht seine Sache. Daher entwickelte er sich in den unterschiedlichsten Unternehmen und deren vielfältigen Aufgaben in Richtung Siebdruck-Allrounder. Ob Industrieanwendungen, wie beispielsweise Bedrucken von Strümpfen für Prothesen, über eloxierte Aluminium-Verpackungen, Tiefziehformen mit Prägungen und Abdecklacke auf Wimperntusche-Behälter für die Kosmetik-Industrie bis hin zu Entwicklungen bei der Kombination von Sieb- und Tampondruck.

Mit allen Wassern gewaschen 

Mehr noch: Am Anfang seines Werdegangs holte ihn sein Vater zu einem Objekteinrichter, wo er schon mit Oberflächenveredelung, Galvanik und Beschichtungstechnik in Berührung kam. Bei einem Veranstaltungstechnik-Unternehmen lernte er nicht nur seine Freundin kennen, sondern vielmehr die Bearbeitung von Merchandising-Artikeln wie Textildrucke auf T-Shirts für so prominente Bands wie „Die Ärzte“ oder „Tokio Hotel“. Hier startete André Amhäuser auch seine Berufsausbildung zum Siebdrucker. Bei einem Werbetechnik-Unternehmen baute er die Textilveredelung auf (Flockdruck, digitaler Direktdruck, Stickereien …) und beriet dort schon Kunden in Designfragen. Von diesem Erfahrungsschatz profitieren jetzt seine Kunden, die er als Berater bei Farben-Frikell Braunschweig, Vertriebspartner im Siebdruck-Partner-Verbund, betreut.

„Offen für Veränderungen - dabei die Individualität bewahren“

Offen, mit freundlichem Wesen und wissbegieriger Beharrlichkeit hat André Amhäuser die vielseitigen Aufgaben seiner beruflichen Karriere gemeistert. Verständlich, dass er auch privat konsequent sein persönliches Naturell lebt. So trägt er seine Tattoos mit Selbstverständlichkeit als Ausdruck seines individuellen Lebensstils und nicht, weil es gerade bei Prominenten „in“ ist. Dazu passt, dass er als Sänger einer Punk- und Hardcore-Band rockig dem Alltag entfliehen kann - oder auch, wenn er auf seiner abgespeckten Kawasaki Bobber mit Freunden gemütlich die Kurven genießt.

Und wie sieht andre Amhäuser die Zukunft? 

Fest im Sattel seines Berufes, hat dieser originelle Typ Hunger nach mehr. Bremsen kann er auf seinem Bobber. Sich weiterbilden, weiter entwickeln, einbringen, dort wo er gebraucht wird, Kunden mit seinem Know-how unterstützen, das ist sein Antrieb. 

„Jetzt fühle ich mich am richtigen Platz angekommen und ohne Stolpersteine von einem guten Team angenommen.

Ich bin mir sicher, dass der Sieb- und Tampondruck vor allem bei technischen Anwendungen langfristig Bestand hat, und ich noch lange dabei bin“