Martin Frikell – Kopf des Monats

Kopf des Monats

Vom Notenschlüssel zur Siebdruck-Rakel

Trotz der renommierten elterlichen Handelsbetriebe in Berlin, Dresden und Braunschweig im Rücken, ist die Laufbahn des Newcomers Martin Frikell in Sachen Siebdruck nicht klassisch verlaufen. Erst musste er sein Talent als Musiker und Fachverkäufer im Musikhandel ausloten. Heute sieht er viele Parallelen zur Siebdruck-Technik. „Auch hier liegt der Teufel im Detail. Es gibt sehr viele Variablen, die sich untereinander und somit das Gesamtwerk maßgeblich beeinflussen. Um kein halber Musikfachhändler zu sein, habe ich mich auch sehr intensiv mit Instrumenten und Musiken anderer Kulturkreise beschäftigt*.

Beim Siebdruck-Partner Farben-Frikell tritt die dritte Generation auf die Bühne

Seit August 2017 arbeitet sich Martin Frikell bereits intensiv in die Techniken des Siebdrucks ein. Verschiedene Praktika von der Schablonenherstellung über Siebdruck auf Textilien bis hin zur Auftragsbearbeitung am Schreibtisch und vieles andere mehr, vermitteln ihm das notwendige Wissen und Feeling, um dann, wie geplant in die Kundenberatung zu wechseln. Auch für diese Aufgabe wird er zurzeit von einem erfahrenen Kollegen an die Hand genommen.

Wie die Aufgabe, so ist auch das Vertriebsgebiet weiträumig: Von Ost-Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin bis West-Sachsen. An Nachfolge im Familienbetrieb denkt er noch nicht, dazu ist es zu früh. 

Am „Familien-Projekt Frikell“ möchte er aber auf jeden Fall mitarbeiten.

Einer, der von Draussen kommt

Jeder kennt das Phänomen der Betriebsblindheit oder der Branchen-Scheuklappen. Bei der Beurteilung zum Beispiel des Siebdruck-Marktes, ist der Blick von außen oft ungetrübter, ja objektiver. So ist Martin Frikell davon überzeugt, dass das Siebdruck-Verfahren einmalig und bei vielen Anwendungen durch kein anderes Druckverfahren zu ersetzen ist. Beispiele dafür entdecken wir in allen Lebensbereichen und Branchen wie Automotive, Verpackungen, Textil, Glas, Elektronik, Beschichtungen etc.

Auch sind nahezu alle Werkstoffe im Siebdruck zu dekorieren und zu beschichten. „Meines Erachtens wird es sich so fortsetzen: Der Siebdruck macht das, was er kann, und das macht ihm keiner nach. Einige Anwendungen werden nach und nach abgelöst werden von effektiveren Verfahren, dafür treten neue Anwendungen in unser Blickfeld.“

Und was macht Martin Frikell mal ohne Sieb und Rakel?

„Hier lasse ich einmal meine Instrumentensammlung sprechen:

2 Klassikgitarren, 1 Westerngitarre, 4 E-Gitarren, 1 E-Bass, chinesische Geige (Erhu), mehrere Afrikanische Trommeln (Djembe, Bougarabou), Congas, Bongos, Perkussionsinstrumente (Rasseln, ‚Krachmacher‘, …), Klavier, afrikanische Daumenklaviere (Kalimba, Sansula), Indianerflöten, Querflöte, mehrere Blockflöten, mehrere Mundharmonikas, 3 Chinesische Flöten (Xiao), 1 Japanische Flöte (Shakuhachi), 1 Türkische Flöte (Ney), Obertongesang (tuvinisch), … Von diesen Instrumenten habe ich mir alle, bis auf die Gitarre, autodidaktisch angeeignet.“