Fachwortverzeichnis

Absprung Auslösen der Siebdruckform aus der auf den Bedruckstoff beim Druckvorgang aufgebrachten Druckfarbe. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 11, Seite 2)
Absprunghöhe siehe: Siebdruckform-Distanz
Abrasion Abscheuereffekt an der Oberfläche eines Materials durch dauernden Reibungseinfluss
Additive Zusatzstoffe mit bestimmten Eigenschaften in Siebdruckfarben
Adhäsion Kraft, die zwei Stoffe aneinander bindet (Anhangskraft)
Aktinisches Licht Fotochemische Wirkung einer Lichtquelle auf fotosensitive Materialien. Die Aktinität ist von der spektralen Lichtzusammensetzung und der spektralen Empfindlichkeit des lichtempfindlichen Materials abhängig
Alkalien Wässrige Lösungen der Hydroxide (Natronlauge und basischen Salze)
Bedruckstoff Werkstoff, der bedruckt wird. (DIN 16 500/02.79, Nr.: 13, Seite 2)
Belichtung Die gesamte aktinische Lichtmenge, die auf ein lichtempfindliches Material auftrifft. Die Belichtung ist das Produkt zweier variabler Faktoren: Beleuchtungsstärke x Belichtungszeit.
Belichtungsspielraum Der Belichtungsbereich, in dem eine Kopie ohne Detailverluste oder sonstige Mängel hergestellt werden kann.
Beschichtung Die auf den Schablonenträger aufgetragene Schicht aus einer Kopierlösung bei der Herstellung einer Direktsiebdruckschablone.
Beschichtungsautomat Maschine zur halb- oder vollautomatischen Beschichtung des Schablonenträgers
Direktsiebdruckschablone Siebdruck-Schablone, die am Siebdruck-Schablonenträger hergestellt wird. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 13, Seite 2)
Drucken Vervielfältigen, bei dem zur Wiedergabe von Informationen (Bild und/oder Text) Druckfarbe auf einen Bedruckstoff unter Verwendung eines Druckbildspeichers (z.B. Druckform) aufgebracht wird. (DIN 16 500/ 02.79, Nr.: 3, Seite 1)
Druckfarbe Substanz, die beim Drucken auf den Bedruckstoff aufgebracht wird. (DIN 16 500/02.79, Nr.: 12, Seite 2)
Druckform Druckbildspeicher in Gestalt eines Werkzeugs, das so bearbeitet ist, daß damit Druckfarbe auf den Bedruckstoff zur Wiedergabe einer textlichen und/oder bildlichen Darstellung übertragen werden kann. (DIN 16 500/02.79, Nr.: 5, Seite 1)
Druckseite siehe „Siebdruckform-Unterseite“
Druckverfahren Die sich in technologischer Funktion unterscheidenden Arten des Druckens(DIN 16 500/02.79, Nr.: 11, Seite 2). Nach Funktionen der Druckform z.B. werden folgende Hauptdruckverfahren unterschieden: Hochdruck (Buchdruck), Flachdruck (Offsetdruck), Tiefdruck, Durchdruck (Siebdruck)
Durchdruck Druckverfahren, bei der die druckenden Stellen der Druckform druckfarbdurchlässig sind. (DIN 16 609/05.81, Nr.: 4, Seite 1)
Durchdruckform Druckform, bei der die druckenden Stellen druckfarbdurchlässig sind. (DIN 16 609/05.81, Nr.: 4, Seite1)
Entschichtung Ablösen des Schablonenfilmes vom Schablonenträger.
Entwicklung Das Ausspülen mit Wasser der Schichtanteile, die bei derSchablonenkopie nicht gehärtet wurden und somit wasserlöslich geblieben sind.
EOM Emulsion Over Mesh (siehe Schablonenaufbaudicke)
Faden-/Drahtzahl/Siebfeinheit Der auf den Durchmesser des rohen Drahtes bezogene Nennwert. Bei Geweben aus synthetischen Spinnstoffen wird der Faden/Draht im Webvorgang deformiert. (DIN 16 611 )
Flutrakel siehe „Vorrakel“
Geisterbild Im Siebdruck ungewollte, partielle Veränderung der Farbtiefe innerhalb des Druckbildes durch Einfluss eines früher gedruckten Motivs auf demselben Siebdruck-Schablonenträger. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 16, Seite 2) Anmerkung: Umgangssprachlich wird auch der Begriff „Phantombild“ verwendet
Gewebedicke/Siebdicke Die gemessene Höhe des Gewebes. (DIN 16 611)
Gewebefeinheit Die Draht-/Fadenzahl eines Siebdruckgewebes je cm in Kette und Schuß
Gewebespannung siehe „Siebspannung“
Goniometer Winkelmesser
Indirektsiebdruckschablone Siebdruckschablone, die nach ihrer Herstellung am Siebdruckschablonenträger befestigt wird. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 17, Seite 2)
Kopierschicht Durch einen Sensibilisator lichtempfindlich gemachte Flüssigkeit oder Emulsion zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht (Film) auf einem geeigneten Trägermaterial oder auf dem Schablonenträger dergeeigneten Trägermaterial oder auf dem Schablonenträger der Siebdruckform.
Maschenweite Der in der projizierten Gewebeebene gemessene Abstand zwischen zwei Fäden/Drähten. (DIN 16 611)
monofil einadrig
multifil mehradrig
Nass-in-Nass Beschichtung Mehrere Beschichtungsvorgänge auf dem Schablonenträger ohne Zwischentrocknung
Phantombild siehe „Geisterbild“
pH-Wert Maßzahl für die Konzentration an Wasserstoffionen in einer Lösung. Diese zeigt an, ob eine Lösung neutral (pH = 7), sauer (pH <7) oder alkalisch (pH > 7) ist.
Pigmente Farbkörper, die in Wasser und üblichen Lösemitteln unlöslich sind. Sie sind die eigentlich färbenden Substanzen einer Druckfarbe und gehören zur Gruppe der Farbmittel
Rakel siehe „Siebdruckrakel“
Rakelseite siehe „Siebdruckform-Oberseite“
Retusche Abdecken von unerwünschten Bildelementen in der Siebdruckform mit
Rz-Wert Rauhtiefe Rz ist der arithmetische Mittelwert der Einzelrauhtiefen Rzi aufeinanderfolgender Einzelmessstrecken
Schablonenaufbaudicke Teil der Schablonenschicht, der sich auf dem Schablonenträger aufbaut und dessen Dicke sich als Differenz zwischen Siebdruckform-Dicke und Siebdicke darstellt. (DIN 16 611/07.90, Nr.: 2.16, Seite 2)
Schichtdicke Im Siebdruck die Differenz zwischen Siebdruck-Schablonendicke und Siebdicke.
Sensibilisatoren Stoffe, welche die von ihnen absorbierte Lichtenergie an reaktionsfähige chemische Stoffe abgeben und damit eine Fotoreaktion einleiten. Gebräuchliche Substanzen sind Diazoniumsalze, Chromsäure und chemischisch gebundene SBQ-Salze.
Shore-Härte Ein Maß für die Härte von Rakelblattmaterialien
Sieb Flächengebilde mit gleichartigen Öffnungen in der Anordnung. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 24, Seite 2) Anmerkung: Umgangssprachlich wird der Begriff „Sieb“ sowohl für den Siebdruck-Schablonenträger, als auch für die Siebdruckform verwendet.
Siebdicke Abstand zwischen Ober- und Unterseite des Siebes
Siebdruck Durchdruckverfahren, bei denen die druckenden Stellen der Druckform siebartig geöffnet sind. (DIN 16 609, Nr.: 11, Seite 2)
Siebdruckform Durchdruckform, bei der die druckenden Stellen siebartig geöffnet sind. (DIN 16 609/05.81, Nr.: 12, Seite2)
Siebdruckformdicke Abstand zwischen Ober- und Unterseite der Siebdruckform
Siebdruckformdistanz Vertikaler Abstand zwischen Siebdruckform Unterseite und Bedruckstoff im druckbereiten Zustand.
Siebdruckform-Oberseite Seite der Siebdruckform, auf der die Druckfarbe in die Siebdruckform eintritt. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 29, Seite 3) Anmerkung: Umgangssprachlich wird für den Begriff „Siebdruckform-Oberseite" auch der Begriff „Rakelseite“ verwendet.
Siebdruckform-Unterseite Seite der Siebdruckform, auf der die Druckfarbe an den Bedruckstoff abgegeben wird. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 30, Seite 3) Anmerkung: Umgangssprachlich wird für den Begriff „Siebdruckform-Unterseite" auch der Begriff „Druckseite“ verwendet.
Siebdruckrakel Vorrichtung zum gleichzeitigen Anpressen der Siebdruckform an den Bedruckstoff, Durchdrücken der Druckfarbe durch die Öffnungen der Siebdruckform auf den Bedruckstoff und Abstreichen der überschüssigen Druckfarbe von der Siebdruckform, bestehend z.B. aus Rakelhalter (Rakelfassung) und Rakelblatt oder Rakelwalze (Rollrakel). (DIN 16 610/10.84, Nr.: 32, Seite 3) Anmerkung: Umgangsprachlich wird für den Begriff „Siebdruckrakel“ der Begriff „Rakel“ verwendet.
Siebdruckrahmen Einfassende Vorrichtung zum Befestigen des Siebdruck-Schablonenträgers. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 31, Seite 3) Anmerkung: Ein Siebdruckrahmen hat die Aufgabe ein straff gespanntes Siebgewebe zu halten. Die gebräuchlichsten Materialien sind Aluminium und Stahl. Es gibt mehrere Profilarten und Wandstärken.
Siebdruckschablone Sperrschicht, die sich auf oder im Siebdruckschablonenträger befindet und ihn an den Stellen, die nicht drucken sollen, farbundurchlässig macht.(DIN 16 609/05.81, Nr.: 13, Seite 2) Anmerkung: Die Siebdruckschablone und der Schablonenträger bilden gemeinsam die Siebdruckform und können aus dem gleichen Werdstoff gefertigt sein.
Siebdruckschablonenträger Siebartiger Teil der Siebdruckform, an der oder in dem sich die Siebdruck Schablone befindet. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 26, Seite 3) Anmerkung: Siebdruck-Schablonenträger und Siebdruck-Schablone bilden gemeinsam die Siebdruckform und können aus dem gleichen Werkstoff gefertigt sein.
Siebfeinheit Zahl der Siebfäden je Längeneinheit (Zentimeter). (DIN 16 610/10.84, Nr.: 33, Seite 3)
Siebfüller Wasser- oder lösemittelbeständiger Abdecklack zur Retusche von Siebdruckschablonen
Siebspannung Die Zugkraft, mit welcher der Siebdruck-Schablonenträger den Siebdruckrahmen beansprucht. Anmerkung: Gemessen als längenbezogene Kraft in N/cm
Spannungsmessgerät Messung und Steuerung der Gewebespannung während des Spannvorganges und auch später zur Prüfung wiederverwendeter Drucksiebe. Gemessen wird die Gewebespannung in N/cm.
Stufenbelichtung Stufenweise durchgeführte Belichtung des Schablonenmaterials zur Ermittlung der unteren, mittlerer und oberen Belichtungszeit.
Tensiometer siehe „Spannungsmessgerät“
Unterbelichtung Das Schablonenmaterial ist nicht richtig durchgehärtet. Dies macht sich beim Entwicklungsprozeß bemerkbar. Die feinen Details haften nicht am Schablonenträger und werden herausgewaschen. Durch die unzureichende Lichthärtung bildet sich ein „schmieriger“ Film auf der Oberfläche. Die Farbe der entwickelten Kopierschicht in den unterbelichteten Bereichen ist heller, als in den Bereichen der optimalen Belichtung.
Unterstrahlung Das Zukopieren von feinen Detailzeichnung in der Siebdruckschablone. Anmerkung: Unterstrahlungsschutz durch Verwendung von eingefärbten Gewebe
Vorrakeln Das Füllen der Öffnungen der Siebdruckform mit Druckfarbe vor dem Druckvorgang. (DIN 16 610/10.84, Nr.: 36, Seite 3)
Vorrakel Transportiert die Farbe über die Druckformoberseite zurück und füllt dadurch die Gewebemaschen mit Farbe.

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