Tradition vereint mit Fortschritt
Fortschreitende „Digitaleritis“ oder „Digital-Druck-Hysterie“ – es ist eigentlich unbedeutend, welchen Namen die aktuelle Lage im Druck erhält. Gleichzeitig ergeben sich neue Chancen für den Siebdruck. Um diese nutzen zu können, ist es jetzt wichtig, sich Gedanken über den weiteren Ausbau von Marktnischen zu machen.
Nach der Erfindung des modernen Buchdrucks mit beweglichen metallenen Lettern durch Johannes Gutenberg hat sich die Welt der Druckmedien einschlägig verändert. Heute im dritten Jahrtausend befinden sich die Druckverfahren Hoch-, Tief-, Offset- und Siebdruck mehr denn je durch technischen Fortschritt und Wandel im Umbruch. In den letzten Jahren hat der Digitaldruck die Welt der klassischen Printmedien radikal verändert.
Was bedeutet das nun für den Siebdruck, wenn der Digitaldruck in Qualität und Leistung für einige Anwendungen inzwischen wettbewerbsfähig und attraktiv ist? Siebdrucker sollten die Entwicklung aktiv nutzen, um die Stärken und spezifischen Anwendungsmöglichkeiten noch plakativer hervorzuheben. Einige große grafische Siebdrucker haben bereits in moderne Technik – etwa bei der Druckvorstufe – investiert und profitieren direkt davon.
Der Siebdruck ist in unserem Alltag – sichtbar oder weniger sichtbar – ein ständiger Begleiter. So werden zum Beispiel im Siebdruck hergestellt: die Zylinderkopfdichtungen im Auto, die Front- und Heckscheiben (mit einer Siebdruck-Randmaske) und sogar die Heizleiter der Heckscheibenheizung. Im Wohnumfeld sind Spül- oder Waschmaschinen, das Ceran-Kochfeld, Möbelfronten, Spiegel, Teppiche, Vorhänge und vieles mehr Siebdruck- Anwendungen. Sie finden Siebdruck auf Freizeitkleidung und sogar in der Medizin. So werden etwa Blutzucker-Teststreifen im Siebdruck hergestellt. Die Qualität und Kostenvorteile bei größeren Stückzahlen im Siebdruck sind nach wie vor unschlagbar. Ein besonderes Merkmal des Siebdrucks ist, dass neben Farbe auch verschiedenste Substrate verdruckt und außerordentlich dick aufgetragen werden können – und somit eine sehr hohe Deckkraft garantiert wird. Im grafischen dekorativen Druck herrscht der stärkste Wettbewerb der Druckverfahren. Gerade hier wird der Digitaldruck seine Marktposition weiter ausbauen. Doch der Siebdruck kann durch die vielfältigen Verfahren, Techniken und nahezu unendlichen Anwendungen problemlos mithalten. Durch innovatives Denken und Handeln werden immer neue Anwendungsgebiete entdeckt und erobert.
Der Digitaldruck ist also nicht Konkurrenz oder Ergänzung, sondern beides! Ziel der Siebdrucker muss es nun sein, eine zukunftsorientierte Initiative zu starten, die die Präsenz und Alleinstellungsmerkmale des Siebdrucks in den Fokus stellt. „Pro-Siebdruck“ – hier sind Siebdrucker, Unternehmen und Branchenverbände gefordert wie ESMA, FESPA, bvdm/Fachbereich Siebdruck (DID). Denn wer die Zeichen der Zeit erkennt, sich auf die Stärken des Verfahrens konzentriert und den technischen Fortschritt im Siebdruck nutzt, sorgt für blendende Zukunftsaussichten! Mit umfassenden, praxisnahen Leistungen tragen die Siebdruck-Partner hierzu maßgeblich bei:
Rudi Röller, KIWO, sowie der Arbeitskreis der Siebdruck-Partner
www.Siebdruck-Partner.de